Unser Blut

Blut wird als das flüssige Organ bezeichnet. Als wichtiges Transport- und Kommunikationsmedium versorgt es über den Blutkreislauf den Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff, transportiert Abfallprodukte zu den Ausscheidungsorganen, verteilt wichtige Informationen durch Hormone und Botenstoffe, reguliert die Körpertemperatur, sorgt für die Abwehr von Krankheitserregern und stillt Wunden.

Fakten zu unserem Blutkreislauf:

Fakten zu unserem Blutkreislauf:

  • Je nach Körpergröße und -gewicht werden ständig etwa 5 bis 6 Liter durch den Körper eines erwachsenen Menschen gepumpt.
  • Und das rasant: Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,1 Meter pro Sekunde (4 km/h) fließt das Blut durch unsere Arterien, Venen und Kapillargefäße.
  • Jede Minute wird das Blut einmal durch unseren gesamten Kreislauf gepumpt. Bei körperlicher Anstrengung braucht es nur 20 Sekunden.
  • Pro Tag bewegt das Herz als „Kreislaufzentrale“ damit etwa 10.000 Liter durch unseren Körper.
  • Alle menschlichen Blutgefäße zusammen sind rund 100.000 Kilometer lang. Damit könnte man die Erde 2,5-mal umrunden.
  • Blut macht 6-8 Prozent unseres Körpergewichts aus.5

Blutbestandteile

Grob gesagt, besteht unser Blut zur Hälfte aus Flüssigkeit (Blutplasma) und zur anderen Hälfte aus festen Bestandteilen (Blutkörperchen):

  • rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • weiße Blutkörperchen (Leukozyten 
  • Blutplättchen (Thrombozyten)

 

Blutbestandteile

Blutplasma

Blutplasma besteht zu 90 Prozent aus Wasser und enthält Stoffe, die in Wasser gelöst sind: Nährstoffe, Hormone, Proteine wie Antikörper, Albumin und Gerinnungsfaktoren. Blutplasma ohne Gerinnungsfaktoren bezeichnet man als Blutserum.

Mehr Information über Blutkörperchen und unterschiedliche Zelltypen finden Sie im Bereich „Blutbildung“. Mehr Information über die unterschiedlichen Aufgaben der Blutkörperchen lesen Sie unter „Funktionen von Blut“.

Was ist ein Blutbild?

Was ist ein Blutbild? 

Im sogenannten Blutbild werden die Befunde aus einer Blutprobe zusammengefasst. Anhand von Referenzwerten kann abgeleitet werden, wie es um den Zustand unserer Organe beziehungsweise um die Gesundheit im Allgemeinen steht. Ein Blutbild wird entweder im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung, vor einer Operation oder in bestimmten medizinischen Situationen erstellt.

Man unterscheidet das große und das kleine Blutbild, das je nach medizinischer Notwendigkeit vorgenommen wird.

Kleines Blutbild

Für das kleine Blutbild reichen wenige Milliliter Blut. Im Labor werden Anzahl und Gestalt der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen) bestimmt. Außerdem wird die Konzentration des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin gemessen, der Aufschluss darüber gibt, ob zum Beispiel die Sauerstoffversorgung funktioniert. Der Hämatokritwert informiert über den Anteil der Blutzellen am Gesamtblut und somit darüber, wie dickflüssig das Blut ist. 

Großes Blutbild

Bei einem großen Blutbild (Differenzialblutbild) werden darüber hinaus noch die verschiedenen Zellarten der weißen Blutkörperchen analysiert. Tritt ein Bestandteil der weißen Blutkörperchen vermehrt auf, können Rückschlüsse auf die Ursachen bestimmter Erkrankungen gezogen werden.

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